Gemeinsam in die

Zukunft gehen -

Unsere Gebäudestrategie bis 2029

Gemeindeversammlung am 19.06.2026

 

Über 100 Menschen aus allen Bezirken, Vereinen und Altersgruppen haben sich am 19. Juni in der Kreuzkirche zur Gemeindeversammlung getroffen. Der Abend wurde von unserem Gemeindepädagogen Michael Vitt moderiert, unsere Pfarrerin Katrin Berger hielt zu Anfang eine Andacht. Mitglieder aus allen Bezirken aus dem Bau- und Finanzausschusses erklärten per PowerPoint Folien die Notwendigkeit von Einsparungen, das Vorgehen im Kirchenkreis Minden und stellten die Immobilien unserer Gemeinde vor. Danach kam, worauf alle gewartet hatten – der Bevollmächtigtenausschuss stellte seinen Beschluss vor, den Sie unten in einem Artikel für den nächsten Gemeindebrief nachlesen können.

Auf den Informationsblock folgte eine Diskussion, die geprägt war von einem wertschätzenden Umgang miteinander. Es wurden Verständnisnachfragen gestellt, Wertschätzung für die geleistete Arbeit und Beschlüsse ausgedrückt, aber auch Bestürzung und (konstruktive) Kritik geäußert. Dabei wurde deutlich, dass die Beschlussfassung nur der Anfang eines Weges ist; seine Ausgestaltung und Umsetzung werden die nächsten Monate und Jahre dauern. In diesen Prozess möchte der Bevollmächtigtenausschuss die Gemeindemitglieder partizipativ und informativ einbinden. Für seine weitere Arbeit bat der Bevollmächtigentausschuss um Gebete und Ideen zur Umsetzung der Gebäudestrategie.

 

Gemeinsam in die Zukunft gehen

 

 

Seit einem Jahr beschäftigt uns in den Sitzungen des Ausschusses für Bauen und Finanzen sowie der Presbyterien – inzwischen des Bevollmächtigtenausschusses – intensiv das Thema Gebäude. Die finanziellen Möglichkeiten werden geringer, während die Kosten für Unterhalt und Erhalt der kirchlichen Gebäude weiter steigen. Das stellt unsere Bezirke und auch das Leitungsgremium unserer neu vereinigten Gemeinde vor große Herausforderungen.

 

Wie viele andere Kirchengemeinden im Kirchenkreis Minden fragen auch wir uns, wie wir kirchliches Leben in Zukunft lebendig gestalten können – selbst dann, wenn wir nicht alle Gebäude dauerhaft in ihrer bisherigen Form erhalten können. Das fällt vielen Gemeindemitgliedern schwer und bewegt auch uns als Gemeindeleitung.

Dabei war für uns von Anfang an klar: Die Zukunft unserer Gemeinde darf nicht allein nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten gestaltet werden. Unser Anliegen bleibt, kirchliches Leben in allen Bezirken unserer Gemeinde sichtbar und erlebbar zu halten.

 

Auf Grundlage des Kreissynodenbeschlusses vom 5. April 2025 hat der Bevollmächtigtenausschuss inzwischen mit großer Mehrheit erste Richtungsentscheidungen im Vorfeld der Synode am 20. Juni 2026 getroffen.

 

1. Die Gemeindehäuser in Haddenhausen und Bergkirchen werden bis zum 31.12.2029 aus der sogenannten Gebäudepauschale herausgenommen. Das bedeutet, dass diese Gebäude künftig entweder nicht mehr kirchlich genutzt werden oder die Kirchengemeinde die notwendige Substanzrücklage in Höhe von derzeit rund 38.000 Euro jährlich aus eigenen Mitteln finanzieren müsste.

 

2. In Bergkirchen soll zugleich geprüft werden, ob an der Kirche ein kleineres und ökologisch ausgerichtetes Gemeindehaus entstehen kann. Vorgesehen ist dafür die Nutzung des Bereichs der alten Ruhehalle. So könnte ein zukunftsfähiger Mittelpunkt für das Gemeindeleben geschaffen werden.

 

3. Darüber hinaus werden die kirchlich genutzten Räume im Pfarrhaus Oberlübbe aufgegeben. Das Pfarrhaus soll künftig als Mietobjekt genutzt werden. Gleichzeitig übernimmt die Kirchengemeinde weiterhin die Hälfte der Gebäudepauschale für die Kirche in Oberlübbe aus eigenen Mitteln. Dadurch werden zusätzlich rund 12.000 Euro jährlich aus der gemeinsamen Gebäudepauschale des Kirchenkreises eingespart.


So bleibt kirchliches Leben weiterhin vor Ort. Gleichzeitig erreicht unsere Kirchengemeinde das vereinbarte Einsparungsziel von 40 Prozent der Gebäudepauschale im Personalplanungsraum Hille und im Kirchenkreis Minden.

Ziel dieser Maßnahmen ist es, die Gebäudekosten langfristig deutlich zu senken und auch künftig ausreichend Mittel für die Gemeindearbeit zur Verfügung zu haben.

Wir hoffen, dass sich diese Strategie als sinnvoll und tragfähig erweist. Zugleich wissen wir, dass die eigentliche Umsetzung noch vor uns liegt. Dabei hoffen wir auf Ihr Interesse, Ihre Ideen, Ihre Unterstützung und Ihre Gebete.

 

Der Weg, der vor uns liegt, kann manchmal steinig sein.

Aber Gott geht ihn mit uns.

 

Der Bevollmächtigtenausschuss der Kirchengemeinde An der Bergkante

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